Zwischen Arbeit und Festtagschaos: Erfolgreiches Selbstmanagement zum Jahresende

„Nur noch schnell …“ – hallt es in den meisten Büros und Videocalls, wenn der Dezember seinen Endspurt einläutet. Noch schnell die letzten Projekte abschließen, Jahresberichte finalisieren, Pläne für die Feiertage machen… Und irgendwo dazwischen versuchen wir, motiviert zu bleiben, fokussiert zu arbeiten und mental gesund durch die Zielgerade zu kommen.

Genau hier wird deutlich, wie wichtig Motivation, Selbstmanagement und mentale Gesundheit sind – nicht als Schlagworte, sondern als praktische Werkzeuge, die uns helfen, den Dezember bewusst zu gestalten, anstatt uns von ihm überrollen zu lassen.

Mehr Sinn statt mehr Druck

Motivation ist kein Dauerfeuer. Sie schwankt – und gerade vor Weihnachten wird unsere Motivation oft von äußeren Faktoren getrieben: „Das muss noch fertig werden, bevor alle in den Urlaub gehen.“ Kurzfristig funktioniert dieser Druck, langfristig führt er jedoch zu Erschöpfung. Deshalb lohnt es sich, die Perspektive zu wechseln: Weg vom „Ich muss“ hin zu „Ich will“. Wer sich den Sinn hinter seinen Aufgaben bewusst macht, erlebt weniger Stress und mehr Selbstwirksamkeit.

Klarheit statt Chaos

Doch Motivation allein reicht nicht. Selbstmanagement ist der zweite Schlüssel und bedeutet nicht, jede Minute zu verplanen, sondern Energie und Fokus bewusst zu steuern. Gerade im Dezember ist das entscheidend, weil die äußere Drehzahl steigt. Wer sich auf wenige, aber wichtige Aufgaben konzentriert, arbeitet nicht nur effizienter, sondern auch entspannter. Ebenso essenziell ist die Gestaltung des Tagesrhythmus: Fokuszeiten für anspruchsvolle Aufgaben, Meetings gebündelt statt verstreut und Pausen als fester Bestandteil.

Unser Handlungstipp: Plane jeden Morgen drei Top-Prioritäten und blocke z. B. 90 Minuten für deine wichtigste Aufgabe. Nutze kurze Pausen, wie 5 Minuten Bewegung, als festen Bestandteil. Sie steigern die Konzentration und senken die Fehlerquote.

Kleine Signale, große Wirkung

Vor Weihnachten steigt nicht nur die Arbeitslast, sondern auch der Stresspegel. Warnsignale wie ständige Erschöpfung, Gereiztheit oder das Gefühl, dass selbst kleine Aufgaben überwältigend wirken, sind keine persönlichen Schwächen, sondern Hinweise, dass das System überlastet ist. Die gute Nachricht: Schon kleine Schutzmaßnahmen wirken.

Unser Handlungstipp: Setze klare Grenzen, z. B. durch eine E-Mail-Fußzeile mit Antwortzeiten oder einen festen Feierabend. Schaffe bewusste Übergänge: ein kurzer Tagesrückblick, ein Abend ohne Bildschirm oder ein Spaziergang. Diese Mikro-Rituale geben deinem Gehirn das Signal „Arbeit ist vorbei“.

Gut genug statt Perfektion

Weihnachten ist für viele eine Zeit der Freude, aber auch der hohen Erwartungen. Beruflich wollen wir Projekte abschließen, privat sollen Geschenke besorgt und Menüs geplant werden. Hier hilft ein realistischer Blick: „Gut genug“ ist besser als Perfektion. Die Präsentation darf Version 1.0 sein, das Weihnachtsessen muss nicht aus fünf Gängen bestehen. Wenn wir uns erlauben, nicht alles perfekt zu machen, sondern das Wesentliche gut, schaffen wir Raum für Gelassenheit. So wird der Jahresendspurt nicht zur Belastung, sondern zu einem Abschluss, der uns Kraft für den Neustart gibt.

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Natalie Straub Workforce Transformation, Managerin, PwC Austria Kontakt
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Daniela Hiebl Workforce Transformation, Associate, PwC Austria
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